100 prozent erneuerbar stiftung

16.01.2014: 100 prozent erneuerbar stiftung: Weniger Risiko – mehr Klimaschutz – weniger Energieimporte: Studie belegt Vorteile der dezentralen Energiewende


“So dezentral wie möglich, so zentral wie nötig.“ Diese energiepolitische Maxime vertritt nicht nur die 100 prozent erneuerbar stiftung, sondern auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft und die Haleakala-Stiftung. Ausschlaggebend hierfür sind nicht nur wirtschaftspolitische Gründe, sondern vor allem gesellschaftspolitische, ja normative Erwägungen. Und doch stellt sich die Frage: Ist die Formel auch energiewirtschaftlich sinnvoll?


Die Haleakala-Stiftung, die 100 prozent erneuerbar stiftung und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft haben das Reiner Lemoine Institut gebeten, genau diese Frage zu beantworten.


Hier finden Sie weitere Informationen: 100 prozent erneuerbar stiftung





17. Oktober 2013: ZDFzoom: Preistricks beim Strom


Die Politik ist sich einig: Immer mehr erneuerbarer Strom soll das Land versorgen. Doch das Experiment droht zu scheitern. “ZDFzoom” fragt: Warum wird die Energiewende immer teurer?









tagesschau.de: Jürgen Döschner

15. Oktober 2013: tagesschau.de: Lügen über Erfolgsmodell EEG-Umlage

Ein Kommentar zur Strompreiserhöhung von Jürgen Döschner


Über steigende Energiepreise – wie jetzt durch die Erhöhung der EEG-Umlage – freut sich niemand in Deutschland. Dennoch warnt Jürgen Döschner vor Empörung: Auf die würden die Energiekonzerne mit ihrem “Lügengebilde” nur warten.


Eines haben die Kommunikationsstrategen von RWE, E.ON und Co. gemeinsam mit ihren Freunden in Politik und Medien bereits erreicht: Der 15. Oktober ist zu eine Art Weihnachten mit umgekehrten Vorzeichen geworden. Die ganze Nation starrt wie gebannt auf diesen Tag, an dem die Höhe der EEG-Umlage fürs nächste Jahr bekannt gegeben wird. Und mindestens die halbe Nation glaubt, dass davon ihr Schicksal, wenigstens aber ihr Wohlstand abhängt. Was für eine Volksverdummung, was für ein Lügengebilde!


Der gesamte Kommentar von Jürgen Döschner zum anhören auf tagesschau.de





19. Juni 2013: Matthias Willenbacher: Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin


Matthias Willenbacher, diplomierter Physiker, Unternehmer, Pionier auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien macht der Kanzlerin ein unmoralisches Angebot zur Energiewende.








Matthias Willenbacher: Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin






Das Buch:


Matthias Willenbacher markiert in seinem Buch die Eckpunkte eines neuen Energiesystems: Sauber, dezentral und jetzt schon preiswerter als Kohle, Öl oder Atom. Sein Ziel: “Eine Entscheidung für 100 Prozent erneuerbare Energien – und zwar sofort.” Dafür ist er bereit, alles zu geben. Er spendet nicht nur alle Einnahmen aus seinem Buch sondern bietet darüber hinaus an, seine Firma mit Milliardenumsatz zu verschenken.


Weitere Informationen zu Matthias Willenbachers Projekt und Bestellmöglichkeit gibt es auf seiner Internetseite Mein unmoralisches Angebot.










Umweltbundesamt: "Und sie erwärmt sich doch"




15. Mai 2013: Umweltbundesamt: “Und sie erwärmt sich doch”


Wer oder was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?


In vielen Teilen der Welt ist der Klimawandel bereits traurige Wahrheit geworden. Trotzdem tauchen in unterschiedlichen Medien hin und wieder Aussagen auf, die die Erderwärmung gezielt verleugnen. Meist fachfremd, stellen die sogenannten “Klimawandelskeptiker” eine breite Palette an Gegenthesen zum heutigen Stand der Klimaforschung auf.


Die neue Broschüre des Umweltbundesamtes “Und sie erwärmt sich doch” nimmt eine Reihe dieser Thesen genauer unter die Lupe. Außerdem wird gezeigt, welche Kreise gezielt Zweifel am wissenschaftlichen Kenntnisstand verbreiteten und auf welche Weise sie dabei vorgegangen sind.


Die Broschüre kann kostenlos von der Internetseite des Umweltbundesamtes heruntergeladen werden.








Süddeutsche Zeitung

22. Februar 2013: Süddeutsche.de: Peter Altmaier und die Energiewende – Minister auf Irrfahrt


Ein Kommentar von Michael Bauchmüller, Berlin


Umweltminister Peter Altmaier hat einen irrsinnigen Kurswechsel in Sachen Energiewende vollzogen. Das anfänglich von ihm als “identitätsstiftend” überhöhte Projekt reduziert er mittlerweile nur noch auf plumpe Kostenfragen. Das ist vor allem eins: populistisch. Und schürt unnötige Ängste.


Die Energiewende, so wirkte es lange, ist Peter Altmaier wie auf den Leib geschnitten. Kaum im Amt, ließ er sich auf der internationalen Bühne als “Mister Energiewende” feiern. Daheim nutzte er jede Gelegenheit, das Vorhaben zu überhöhen, bis hin zum “identitätsstiftenden Projekt” einer ganzen Generation. Die größte Herausforderung seit der Wiedervereinigung, ach was, seit dem Wiederaufbau – kein Wort war zu groß für Altmaier, den klugen Kommunikator. Und jetzt?


Nun ist es demselben Peter Altmaier mit einigen wenigen Interventionen gelungen, sein schönes Projekt auf plumpe Kostenfragen zu reduzieren. Vorläufiger Höhepunkt ist die Billion, die der Umweltminister in die Welt gesetzt hat. Wenn nichts geschehe, werde die Energiewende bis 2040 eine Billion Euro verschlingen, warnt der Minister. Und plötzlich gleicht das Generationenprojekt einem Vampir, der die Bundesrepublik bis auf den letzten Tropfen aussaugen will. Und er, der Umweltminister, muss die Deutschen davor bewahren. Was für ein irrsinniger Kurswechsel.


Der gesamte Kommentar von Michael Bauchmüller auf Süddeutsche.de





29. Januar 2013: Bundesumweltminister Peter Altmaier: Vorschlag zur Einführung einer Strompreis-Sicherung im EEG


Bundesumweltminister Altmaier hat am 28.01.2013 einen Vorschlag zur Einführung einer Strompreissicherung im EEG gemacht, der unter folgendem Link eingesehen werden kann: Altmaiers “Strompreissicherung”


Dazu im Folgenden einige Kommentare und eine aktuelle Umfrage:


Kolumne auf Klimaretter.info: Withöners Sonnenstrahl:
Altmaier mißachtet Grundgesetz


Pressemitteilung des Fesa e.V.:
Umweltminister Peter Altmaier fordert: Auch Fahrrad- und Autofahrer sollen an der EEG-Umlage beteiligt werden


Gastbeitrag von Dr. Fabio Longo auf energynet.de:
Teil 1: Energiewende rückwärts ist in vollem Gang
Teil 2: Energiewende vorwärts ist kostengünstiger


TNS-Emnid Umfrage im Auftrag von Germanwatch:
Deutsche bereit für höhere Strompreise, wenn es der Energiewende dient





Wahljahr 2013

31. Dezember 2012: SPIEGEL ONLINE: Zehn politische Vorsätze für 2013


Ein bisschen mehr Sport, ein bisschen weniger Alkohol? Langweilig! Wie wäre es mal mit politischen Neujahrsvorsätzen, die wirklich etwas bringen? Weil sie nicht nur das eigene Leben besser machen, sondern unsere ganze Gesellschaft – die hat es nämlich dringend nötig.


2013 ist Wahljahr, und es wird ein Jahr der ganz großen Weichenstellungen. Es steht nicht mehr oder weniger auf dem Spiel als die Zukunft des Euro, der Energiewende und Ihrer Rente. Und diese Liste ist nur ein kleiner Auszug. In vielen dieser Punkte geht es um nicht weniger als Ihre persönliche Zukunft. Darum lohnt es sich, über Vorsätze nachzudenken, die den Neujahrskater überleben und über den persönlichen Tellerrand hinausreichen. Ein paar sehr konkrete Vorschläge von Claudia Langer für ein politisch besseres neues Jahr auf SPIEGEL ONLINE.





Zeit Online

28. November 2012: Zeit Online: Die Klimakrieger


Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.


Von Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg


Marc Morano sät den Zweifel per Tastendruck. Er sitzt im Fond einer schwarzen Lincoln-Town-Car-Limousine und bedient seine wichtigste Waffe, den Laptop. Draußen fliegt der Herbstwald vorbei, Morano lädt eine neue Schlagzeile auf seine Website: »Die amerikanische Umweltbehörde wird beschuldigt, Menschenversuche durchzuführen«.


Der Wagen hat Morano vor einer halben Stunde vor seinem großen Haus in einem Vorort der amerikanischen Hauptstadt Washington abgeholt, jetzt gleitet er zum Fernsehstudio des Nachrichtensenders Fox News. Dort hat Marc Morano seinen nächsten Einsatz.


Nächste Woche, am 26. November, treffen sich die Umweltminister und Regierungschefs der Welt in Doha am Persischen Golf zum UN-Klimagipfel. Sie wollen neue Maßnahmen gegen die Erderwärmung beschließen. Morano will das verhindern.


Morano ist kein Klimaforscher. Er kann weder den Atmosphärendruck der Erde berechnen noch Temperaturdaten analysieren. Morano ist PR-Manager. Er ist gut darin, eine Botschaft so zu vermitteln, dass sie jeder versteht.


Als Schüler, in den achtziger Jahren, half Morano den Republikanern im Wahlkampf. Er rief wildfremde Leute an und erklärte ihnen, weshalb Ronald Reagan der bessere Präsident sei. Später, nach dem Politikstudium, arbeitete er als Vertreter einer Abflussreinigungsfirma. Morano kann so ziemlich alles verkaufen.


Jetzt, bei Fox News, ist er zu Gast in der Verbrauchersendung Money with Melissa Francis. Es geht um erneuerbare Energien. Morano sitzt vor einer schwarzen Studiowand. Die Kamera zoomt ihn heran, und Morano erscheint in Amerikas Wohnzimmern: ein kräftiger Mittvierziger mit Anzug und Krawatte. Er lächelt freundlich, aber das täuscht. Morano schafft es immer wieder, seine Gegner zu provozieren. Kürzlich fiel er bei einer Fernsehdebatte einem bedächtig sprechenden Klimawissenschaftler so oft ins Wort, bis der ihn erschöpft ein »Arschloch« nannte. Es war der Moment, in dem Morano gewonnen hatte.


Diesmal sitzt er allein im Studio, er gibt den sachlichen Experten: »Die Förderung der Solarenergie wird von der Angst vor der vom Menschen gemachten Erderwärmung getrieben«, sagt Morano mit besorgter Miene. »Aber das ist alles Ideologie.«


Marc Morano ist das wohl aggressivste Mitglied einer gut bezahlten Söldnertruppe. Er steht im Zentrum eines Kampfes, für den sich in den vergangenen Jahren in den USA mehr als drei Dutzend Lobbyorganisationen gründeten. Ein Kampf, der mit Zahlungen von mehreren Hundert Millionen Dollar befeuert wurde. Der Kampf gegen die internationale Klimaforschung. Schon vor Jahren sagte Morano: »Wir sollten die Klimawissenschaftler treten, solange sie am Boden liegen. Sie haben es verdient, öffentlich ausgepeitscht zu werden.«


Moranos Arbeitgeber ist das Committee for a Constructive Tomorrow, eine Organisation, die sich als Gegenstück zu Umweltschutzverbänden wie Greenpeace begreift. In den vergangenen Jahren wurde sie neben anderen von dem amerikanischen Autohersteller Chrysler sowie den Ölkonzernen ExxonMobil und Chevron finanziert.


Die Geschichte des PR-Managers Marc Morano ist die Geschichte einer geplanten Verwirrung. Ein Lehrstück über die Kunst des Lügens. Die Frage ist: Kann einer Demokratie die Wahrheit abhandenkommen? Kann es sein, dass die Antwort auf eine Menschheitsfrage käuflich ist?


Die gesamte “Chronologie einer organisierten Lüge” auf Zeit Online.






16. Oktober 2012: Photovoltaikbüro Rüsselsheim: Warum steigt der Strompreis?”


In diesem Video werden die verschiedenen Maßnahmen aufgezeigt, wodurch die EEG-Umlage in den Jahren 2009 – 2012 durch die schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt aufgebläht wurde und die Widersprüchlichkeit der vollmundigen Erklärungen zur Energiewende zu den tatsächlichen Taten.


Ergänzend hierzu werden die angewandten Kommunikationsmethoden (“agenda setting”) aufgezeigt, die dazu führen, dass bestimmte Schlagzeilen in den Medien stehen und andere nicht.








Klima-Allianz Deutschland

15. Oktober 2012: Aktuelle Debatte um die Erhöhung der EEG-Umlage


Die heute bekannt gegebene Erhöhung der EEG-Umlage für das Jahr 2013 von bisher 3,59 Cent auf zukünftig 5,28 Cent heizt die Debatte um die Energiewende weiter an. Die Strompreise würden “explodieren”, es drohe “Energiearmut”.


Dabei werden die wahren Gründe für die Preissteigerung verschwiegen, kostendämpfende Effekte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien bleiben unberücksichtigt und die wahren Kosten eines “weiter so” mit fossilen und atomaren Energieträgern spielen in der Argumentation der EEG-Gegner keine Rolle.


Die Klima-Allianz Deutschland widerlegt die Argumente der Gegner einer Energiewende: Rettet die Energiewende! Rettet das EEG!





"Energiewende retten": Folgt man der ISE-Studie, spricht aus dem Motto dieser Demonstration in Berlin neben der ökologischen auch die volkswirtschaftliche Vernunft. (Foto: Böck)

30. September 2012: KLIMARETTER.INFO: Langfristig spart Energiewende Geld


Von wegen teure Energiewende. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme haben die Zukunft der deutschen Strom- und Wärmeversorgung unter die Lupe genommen. Das Fazit ihrer Studie: Ist der Umbau hin zu erneuerbaren Energien erst geschafft, wird es billiger als heute – und zwar im zweistelligen Milliardenbereich.


Eine Vollversorgung auf Basis heimischer erneuerbarer Energien ist langfristig kostengünstiger als unser heutiges Energiesystem. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Studie. Die Freiburger Wissenschaftler haben errechnet, dass eine Energieversorgung, die sich allein auf regenerative Energien stützt, im “eingeschwungenen Zustand”, also nach erfolgtem Umbau, jährliche Kosten in Höhe von 107 bis 123 Milliarden Euro verursacht. Hingegen fallen für die heutige Versorgung mit Strom und Wärme jährlich Kosten in Höhe von mindestens 133 Milliarden Euro an – ein großer Teil für die Brennstoffe. “Zukünftig zu erwartende Preissteigerungen für fossile Energien sind dabei noch gar nicht berücksichtigt”, sagt ISE-Forscher Hans-Martin Henning.


Mehr in einem Bericht von Bernward Janzing auf KLIMARETTER.INFO.




Energie von Bürgern für Bürger

02. September 2012: Franz Alt – Sonnenseite: Bürger können von Energiewende profitieren


Erneuerbare Energien schaffen mehr Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung an Energieerzeugung.


Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist in Zukunft nicht mehr nur den großen Energiekonzernen vorbehalten – auch Bürger und Kommunen können von der Energiewende profitieren. „Die Energiewende bietet erstmals überhaupt die Möglichkeit, dass sich die Verbraucher selbst im Bereich der Energieerzeugung engagieren“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig anlässlich der Vorstellung einer Broschüre der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA), die über geeignete Beteiligungsformen informiert.


Ein solches Engagement sei häufig auch schon mit geringen Geldbeträgen möglich. „Bürgerenergieanlagen sorgen für eine Senkung von Energiekosten und erhöhen die Akzeptanz für die erneuerbaren Energien vor Ort “, sagte Machnig.


Schon heute wird mehr als die Hälfte der bundesweit installierten Leistung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – insgesamt rund 27.000 Megawatt (Stand: Oktober 2011) – von Privatpersonen oder von Landwirten erzeugt. „Der Zubau der erneuerbaren Energien geht also schon heute maßgeblich auf privates Engagement zurück“, sagte Machnig.


Der ganze Artikel auf der Sonnenseite von Franz Alt.
Die Broschüre der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) zum herunterladen.




Energiewende muss kosten

31. August 2012: Zeit online: Lüge auf der Stromrechnung


Von wegen grüne Energie ist teuer. Die Politik ist schuld an hohen Preisen.


Er wird die Kanzlerin des Wortbruchs überführen, bald ist es so weit. Er wird dann eine Zahl nennen, und es wird eine andere sein, als die Kanzlerin versprach. »Rein mathematisch«, sagt er, sei die Sache längst klar. Bloß geht es bei dieser Sache nicht um Mathematik und irgendeine Zahl, sondern um das größte Vorhaben der Regierung. Und deswegen befindet er sich mitten in einem veritablen politischen Konflikt.


Denn er ist der Mann, der den Strompreis mitbestimmt.


Claus Hodurek, 53 Jahre, gelernter Elektroingenieur: Er berechnet den Aufschlag, den jeder Stromkunde in Deutschland für den Ausbau der erneuerbaren Energien bezahlen muss. Seitdem die schwarz-gelbe Bundesregierung den Atomausstieg beschloss, ist dieser Aufschlag zum Maßstab für bezahlbare Strompreise geworden – und damit für das Gelingen der Energiewende insgesamt. Als die Kanzlerin im Sommer 2011 vor dem Bundestag die Energiewende erklärte, sprach sie auch über den Aufschlag, die sogenannte EEG-Umlage. Merkel versicherte, dass diese Umlage nicht »über die heutige Größenordnung« steigen werde. Da lag sie bei 3,5 Cent.


Es sind nur noch sechs Wochen, dann wird Hodurek den neuen Aufschlag nennen. Eine konkrete Zahl kann er noch nicht beziffern, und selbst wenn er könnte, würde er es nicht tun. Aber realistisch ist eine Umlage zwischen 4,8 und 5,3 Cent. Das wären fast 50 Prozent mehr.


Ein lesenswerter Artikel auf ZEIT ONLINE




Ausstieg aus der Atomkraft

01. August 2012: heise online: Strom aus Atomkraft zu teuer für General Electric


“Es ist schwierig die Kernkraft zu rechtfertigen, wirklich schwierig.” Diese erstaunlichen Worte stammen nicht von einem Atomkraftgegner, sondern vom Chef von General Electric (GE). Es ist einer der größten Konzerne weltweit, der in der Vergangenheit reichlich an Atomkraftwerken verdient hat. “Erdgas und Wind stehen heute im Vordergrund”, sagte Jeffrey Immelt der Financial Times Wind und Gas seien “dauerhaft billig”, weshalb die meisten Länder ihre Stromerzeugung auf eine Mischung auf Basis von Gas und Wind, aber auch auf Solarenergie ausrichten werden, sagte der GE-Konzernchef voraus.


Energie- und Klimanews auf heise online






11. Juni 2012: Deutschlandradio Kultur: “Wir brauchen mehr Wettbewerb im Strommarkt”


Professor Erik Gawel vom Helmholtz-Zentrum in Leipzig weist Kritik am EEG zurück


Erik Gawel im Gespräch mit Christopher Ricke


Professor Erik Gawel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gegen Kritik aus der Politik verteidigt und den Vorwurf zurückgewiesen, es sei an den hohen Strompreisen Schuld. Die Energiewende müsse mit Verantwortung vorangetrieben werden.


Audio Link: Interview mit Erik Gawel
Internetseite: Deutschlandradio Kultur





Heinrich Böll Stiftung

14. Mai 2012: Club of Rome: 2052 – eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre


Vor 40 Jahren präsentierte der Club of Rome eine Studie über die „Grenzen des Wachstums“. Das Buch zeigte das erste Mal die ökologischen Grenzen des westlichen Wirtschafts- und Wohlstandsmodell auf und löste damit weltweit Diskussionen und Untergangsängste aus. Zugleich schob es die Ökologiebewegung an und stärkte den Umweltschutz besonders in der westlichen Welt.


Die zentralen Schlussfolgerungen des Berichts waren: Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht. (Meadows et al. (1972), S. 17). Ein Ändern der Wachstumsvoraussetzungen, um einen ökologischen und wirtschaftlichen tragbaren Gleichgewichtszustand herbeizuführen, erschien jedoch möglich. Je eher sich die Menschheit entschließe, diesen Gleichgewichtszustand herzustellen, und je rascher sie damit beginne, desto größer wären die Chancen, ihn auch zu erreichen.


40 Jahre später sind die Forscher des Forschungsverbundes nicht mehr so optimistisch. Der neue Bericht „2052- eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre“ deute darauf hin, „dass die Menschheit nicht überleben wird, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetzt”, heißt es auf der Webseite des Club of Rome.


Der Report „2052 “, den der Club of Rome erneut in Auftrag gegeben hatte, enthält Prognosen führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher verschiedener Fachbereiche für das Jahr 2052. Das sieht nach Aussage des Klimaforschers Jorgen Randers, der bereits an den „Grenzen des Wachstum“ mitgeschrieben hat, düster aus. Zwar habe die Menschheit begonnen, die planetarischen Grenzen ernster zu nehmen, doch es bestände die große Gefahr, dass diese Bemühungen zu langsam seien. „Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde ausgereizt und wir werden in einigen Fällen schon vor 2052 einen örtlichen Kollaps erleben” befürchtet Randers bei der Präsentation der Ergebnisse in Rotterdam.


Den Bericht von Dorothee Landgrebe weiterlesen auf der Internetseite der Heinrich Böll Stiftung.





manager magazin online

23. April 2012: manager magazin online: Energiekonzerne in Not: Solarboom drängt Kohlekraft ins Abseits


RWE, Eon, Vattenfall, EnBW stecken Milliarden in neue Steinkohlekraftwerke in Deutschland. Doch angesichts steigender Mengen Ökostrom im Netz ist fraglich, ob sich die Anlagen je rechnen werden. Händeringend sucht die Branche nach Auswegen.


Hamburg – Das braune Wasser der Süderelbe trennt in Hamburg-Moorburg die alte von der neuen Energiewelt. Träge schiebt sich der Strom in Richtung Nordsee, vorbei an Kränen, Baggern und den Rohbauten des Vattenfall-Kraftwerks.


Zwei gewaltige Kohleförderer recken ihre Arme schon über den Fluss. Ab 2014 soll alle fünf Tage ein Schiff mit 60.000 Tonnen Brennstoff anlegen. Etwa 1500 Arbeiter errichten die Zwei-Milliarden-Euro-Anlage am linken Elbufer, manche sind schon seit Jahren hier im Einsatz.


Schneller waren die Erbauer der beiden Windräder, die sich am Ufer gegenüber drehen. Eine Konkurrenz für die Kohleblöcke? Die Besuchsgruppenführerin von Vattenfall wiegelt ab. “Die haben eine Leistung von knapp zwei Megawatt. Man bräuchte 800 davon, um die Kapazität unseres Kraftwerks zu erreichen.”


Wenn der Wind auffrischt, gehen Kohleblöcke vom Netz


Dennoch werden die Vattenfall-Leute wohl mit gemischten Gefühlen auf die Rotoren blicken, wenn ihre Blöcke einmal fertig sind. Nehmen die Flügel Tempo auf, ahnen die Kraftwerker: Ihr Kohlestrom ist weniger gefragt – zumal eine frische Brise in Norddeutschland an die 10.000 Windräder auf Touren bringen kann, und Tausende weitere sind geplant.


Für die Betreiber von Steinkohlekraftwerken ist der rapide Ausbau der erneuerbaren Energien schon jetzt ein Ärgernis. Immer wenn der Wind kräftig weht und die Sonne scheint, müssen sie ihre Anlagen runterregeln. Denn die Erneuerbaren haben Vorrang im Netz.


Ob sich milliardenteure Kraftwerke wie Moorburg je rechnen werden, steht in den Sternen. “Im aktuellen Rahmen ist ein wirtschaftlicher Betrieb nicht ohne weiteres selbstverständlich”, sagt Energieexperte Kurt Oswald von der Unternehmensberatung A.T. Kearney.


Der komplette Artikel von Nils-Viktor Sorge auf manager magazin online





06. März 2012: Berliner Zeitung: Leitartikel: Wende ohne Energie


Wieso stockt der Umstieg auf eine neue Energie-Versorgung? Ganz einfach: Auch bei dieser Wende heißt das Erfolgsrezept „Wir sind das Volk“ – und das passt den Konzernen nicht.


Manchmal ändert sich die Welt über Nacht so sehr, dass man die Welt, wie sie vorher war, nicht mehr versteht. Japan war zum Beispiel fest überzeugt, ohne Kernkraft nicht leben zu können – bis vor einem Jahr die Reaktoren in Fukushima explodierten. Heute stehen 52 der 54 AKW in Japan still. Deutschland hat sich damals im Wortsinn ohne Not entschieden, vom Jahr 2022 an ohne Atomkraft auszukommen. Doch mit dem Verblassen der Trümmerbilder verblasst auch die Überzeugung, dass der Umstieg auf Wind, Solar und andere erneuerbare Energiequellen in den nächsten zehn Jahren gelingt.


Am Wochenende hat die Regierung einen Plan für die Energiewende beschlossen. Das kann man ein Jahr nach Fukushima niedlich oder lächerlich finden. Fakt ist: Seit dem Einstieg in den Ausstieg wurden zu wenige Stromtrassen gebaut, zu wenige Windparks projektiert, zu wenig Anreize für Ersatzkraftwerke für den Fall von Wind- und Sonnenschwankungen gebaut, zu wenige Stromspeicher und Energiespargesetze geschaffen. Die Energiewende stockt. Aber warum? Nur wegen Eitelkeiten der letzten FDP-Politiker und des Wirtschaftsflügels der Union? Dahinter steckt mehr: Die Energiefrage war stets eine Machtfrage – und die mächtigen Stromproduzenten befürchten aus guten Gründen, dass der Kampf um die Energiewende ihre letzte Schlacht sein könnte.


Der ganze Leitartikel von Steven Geyer auf der Internetseite der Berliner Zeitung.





taz.die tageszeitung

06. Februar 2012: taz.de: Peak Oil ist jetzt


Der Kerl hat sich gut versteckt. Zwischen Euro-Crash und den multiplen ökonomischen Krisen, zwischen arabischer Rebellion und unseren eigenen Skandalen, die zuletzt im hässlichen Klinkerbau eines Herrn Wulff gipfelten, war er verschwunden. Jetzt, seit der Konflikt mit dem Iran eskaliert, ist er wieder da: der vergessene Ölpreis. Unbemerkt und beinahe in Zeitlupe ist er auf aktuell 110 Dollar (Brent) hochgekrochen – eine Verdreifachung seit Jahresbeginn 2009. Mit ihm, der Leitwährung des fossilen Zeitalters, kehrt ein anderes hässliches Thema zurück: Es geht um den Kipppunkt, um das globale Fördermaximum der wichtigsten Ressource, also um Peak Oil, so der populäre englische Begriff.


Lange erinnerte die Diskussion ein wenig “an die Zeugen Jehovas”, wie die Kritiker höhnten. Man schaute in die Zukunft und spekulierte, wann die Ölförderung den Gipfel erreichen und wann sie abstürzen wird. Inzwischen können wir den ersten Teil der Frage beantworten: Peak Oil ist jetzt! Die Ölfelder auf unserer Erde werden nie mehr so viel Öl hergeben wie in der historischen Phase von 2005 bis 2012. Dafür existieren inzwischen genug Belege. Schon im Energy-Outlook 2010 hatte die notorisch überoptimistische Internationale Energieagentur IEA einen für ihre Verhältnisse sensationellen Schwenk vollzogen.


Fast nebenbei stellte die wichtigste internationale Energiebehörde fest, dass die weltweite Ölförderung von “normalem” Öl, in der Fachsprache Crude Oil, im Jahr 2006 ihren Höhepunkt überschritten hat.


Der komplette Kommentar von Manfred Kriener auf taz.de




Sonnenstrom-Rekordjahr 2011

28. Dezember 2011: Bundesverband Solarwirtschaft: So viel Solarenergie wie noch nie


Das Jahr geht mit einem Rekord bei der Solarenergie-Erzeugung zu Ende. Die Solaranlagen in Deutschland produzierten 2011 mehr als 18 Milliarden Kilowattstunden Strom, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zum Jahreswechsel mit. Das sind 60 Prozent mehr als noch im Vorjahr und entspricht in etwa dem Stromverbrauch von Thüringen – einer Strommenge, mit der rechnerisch 5,1 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können. Auch die Solarwärme-Nutzung legte 2011 nach Verbandsangaben deutlich zu. „Solarenergie ist zum unentbehrlichen Bestandteil für eine erfolgreiche Energiewende geworden“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.


Ein wesentlicher Grund für die hohe Nachfrage sind die deutlich gestiegenen Preise für Öl und Gas sowie stark sinkende Kosten für Solartechnik. Allein seit 2007 haben sich die Preise für schlüsselfertige Solarstrom-Anlagen mehr als halbiert. Die Zuschüsse für Solarstrom-Anlagen konnten in gleicher Größenordnung verringert werden. Nach einer nochmaligen Reduzierung der Solarstromvergütung zum Jahreswechsel erreicht die Förderung 2012 bereits das Preisniveau von Verbraucher-Stromtarifen.


Dies gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie mit anderen Energieträgern. Körnig: „Die Solarbranche erfüllt ihr Versprechen, die Kosten radikal zu senken. In einem nächsten Schritt werden wir 2013/2014 in ersten Marktsegmenten mit dem Förderniveau großer Windkraftanlagen auf dem Meer gleichziehen. Dies ist Resultat großer Anstrengungen in Industrie und Forschung sowie eines harten internationalen Wettbewerbs.“


Die gesamte Pressemeldung auf der Internetseite des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW)




BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

16. Dezember 2011: BDEW: Erneuerbare Energien werden zweitwichtigster Energieträger im Strommix

Die Erneuerbaren Energien sind im Jahr 2011 im Erzeugungsmix erstmals an Kernenergie und auch Steinkohle vorbeigezogen und zum zweitwichtigsten Energieträger bei der Deckung des Strombedarfs aufgestiegen. Der Anteil der Erneuerbaren stieg in diesem Jahr auf 19,9 Prozent. Nur Braunkohle bestritt mit 24,6 Prozent einen größeren Anteil. Das geht aus ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2011 hervor.

“Mit diesem erfreulichen Zuwachs der erneuerbaren Energien wächst auch ihre Verantwortung für das Funktionieren des Gesamtsystems. Der Handlungsdruck für eine Markt- und Systemintegration der Erneuerbaren steigt. Auch die stark fluktuierenden Energieträger müssen zur Systemsicherheit beitragen”, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Zur Pressemeldung des BDEW



Klaus Novy Institut

20. Oktober 2011: Klaus Novy Institut: Neue Studie „Marktakteure Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Stromerzeugung“


Die Studie ist entstanden im Zusammenhang des Projektes „Genossenschaftliche Unterstützungsstrukturen für eine sozialräumlich orientierte Energiewirtschaft“, das derzeit vom Klaus Novy Institut mit Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durchgeführt wird.


Bei der Studie handelt es sich um die Fortschreibung einer Bestandsaufnahme, die trend:research im Auftrag von EnBW 2009 erstellt hat. Ihr liegen Zahlen für 2010 zugrunde. Den Einstieg bildet eine präzise Definition der Sparten der Erneuerbaren Energien und eine Definition der Akteursgruppen, die eine schnelle Orientierung erlaubt, wobei allerdings vertikale Eigentümerstrukturen und Kooperationen im Energiesektor definitionsgemäß unberücksichtigt bleiben. Anschließend wirft die Studie einen fundierten Blick auf die Marktakteure und die Eigentümerstruktur im Bereich des Marktes für Erneuerbaren Energie. Aus den Zeitreihen, die in der Regel die Entwicklung von 2004 bis 2010 berücksichtigten, sind dabei meist eindeutige und plausible Tendenzen ableitbar.


Engagierten Bürgern und potenziellen Genossenschaftsgründern hingegen kann die Studie von trend:research schon jetzt hilfreich bei ihrer Entscheidung sein, in welchen Sparten der Stromerzeugung die Gründung einer Energiegenossenschaft als eher lukrativ oder riskant einzuschätzen ist und auf welche Konkurrenzen die Gründung stößt.


Download der Studie „Marktakteure Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Stromerzeugung“





14.Oktober 2011: taz.de: Die Photovoltaik wird zu Unrecht verteufelt –
Dächer zu Kraftwerken


Lasst doch endlich die Photovoltaik in Frieden! Am heutigen Freitag wird die Stromwirtschaft die Höhe der Umlage veröffentlichen, die im kommenden Jahr über die Stromrechnung erhoben wird zugunsten der Förderung erneuerbarer Energien. Sie wird wieder leicht steigen, so viel ist in den letzten Tagen schon durchgesickert.


Absehbar ist damit ein leidiges Ritual: Vertreter der alten Stromwirtschaft werden jammern, die Photovoltaik mache den Strom so teuer. Die Solartechnik sei unwirtschaftlich, wird man hören, die Einspeisevergütung massiv überhöht – man müsse hier endlich die Axt anlegen.


Doch wer das heute noch sagt, hat schlicht die Entwicklung der vergangenen Jahre verschlafen. In der Tat war Solarstrom einmal teuer; Mitte der neunziger Jahre kostete die Kilowattstunde noch zwei Mark, also rund einen Euro. Doch inzwischen hat die Photovoltaik ihre Position als teuerste Energie im Ökostrommix geräumt – einer grandiosen technischen Entwicklung sei Dank: Seit den achtziger Jahren ist der Preis der Kilowattstunde um satte 85 Prozent gefallen.


Hier geht es zum kompletten Kommentar von Bernward Janzing





08. September 2011: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE): Spekulationen über EEG-Umlage belegen Mängel im Berechnungsverfahren

Der BEE sieht keine Mehrkosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) geht davon aus, dass im kommenden Jahr unterm Strich keine höheren Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien für die Verbraucher entstehen. Sollte die EEG-Umlage dennoch angehoben werden, wäre das lediglich die Folge der mangelhaften gesetzlichen Berechungsgrundlage. Zu viel gezahlte Beträge würden den Verbrauchern dann gut geschrieben und durch Korrekturen bei der Berechnung im Folgejahr ausgeglichen. Dieser Ausgleich kommt allerdings erst mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung bei den Verbrauchern an. Der BEE fordert daher, die Bestimmungen zu ändern und insbesondere das letzte Quartal eines laufenden Jahres in die Prognose für die neue EEG-Umlage einzubeziehen.

„Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien wird von den Übertragungsnetzbetreibern jeweils Mitte Oktober für das Folgejahr festgelegt. Bei dieser Prognose fließen nur die Ausgaben und Einnahmen der ersten neun Monate des laufenden Jahres ein. Das letzte Quartal hingegen bleibt unberücksichtigt. Dieses Quartal bringt aber für die Kostenbilanz der Erneuerbaren-Förderung eines Jahres erfahrungsgemäß noch erhebliche Veränderungen mit sich“, erläutert Björn Klusmann, BEE-Geschäftsführer.

Die vollständige Pressemitteilung auf der Internetseite des BEE



Erneuerbare Energien - Das Magazin

04. August 2011: Erneuerbare Energien: Solarstrom sorgt für Preissenkungen


Isolierte Hochrechnungen reichen nicht für seriöse Bewertung von Kosten und Nutzen


Am 16. Juli sank der Strompreis an der Leipziger Strombörse zur Mittagszeit auf niedriges Nachtniveau. Grund dafür war der hohe Anteil von Solarstrom. Um die Kosten und den Nutzen von erneuerbaren Energien seriös einzuschätzen, reicht es nicht aus, nur die Einspeisevergütung und die EEG-Umlage herzunehmen. Das System muss als Ganzes betrachtet werden.


Die Photovoltaik hat am 16. Juli dieses Jahres bewiesen, dass sie zu sinkenden Strompreisen erheblich beitragen kann. An diesem Tag sank der Strompreis an der Leipziger Strombörse EEX am frühen Nachmittag, wenn eigentlich der Strompreis am höchsten liegt, auf niedriges Nachtniveau. Zwischen 14 und 15 Uhr musste ein Käufer für eine Stromlieferung nur 2,5 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Üblich sind an Wochenenden um diese Uhrzeit etwa doppelt so hohe Preise. Fachleute erwarten, dass die Strompreise bei einem weiteren Ausbau der Photovoltaik in den Sommermonaten tagsüber immer häufiger und für immer längere Zeiträume auf dieses niedrige Niveau sinken werden.


Der ganze Artikel auf der Internetseite des Magazins Erneuerbare Energien




30. Juni 2011: Greenpeace: Das Manifest der Rebellion


Unsere Heimat, die Erde, ist in Gefahr. VW bekämpft zwei wichtige europäische Klimaschutzgesetze: strengere Emissionsziele und scharfe CO2-Grenzwerte für Autos. Ohne die Gesetze droht der Erde dasselbe Schicksal wie Alderaan!


Mehr dazu unter VWs geheimer Plan.


Noch ist nicht alles verloren, wir spüren deutlich: Es steckt Gutes in Volkswagen!


Die Rebellion fordert VW dazu auf, sich von der dunklen Seite der Macht abzuwenden und unserem Planenten eine Chance zu geben.








Atom-Renaissance? Mona Lisa gefällt diese Vorstellung gar nicht.

15. Juni 2011: Greenpeace: Keine Atom-Renaissance, basta!


Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als überall von einer “Renaissance der Atomkraft” geschwafelt wurde? Als CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla Atomstrom zu Ökostrom umdeklarieren wollte? Als Namen, hinter denen man bloß süße, kleine Ferienstädtchen (Flamanville, Belene, Olkiluoto) vermutet hätte, den Aufbruch in ein neues goldenes Zeitalter der Atomkraft verheißen sollten?


Nun ja, diese Zeiten sind vorbei.


Neuester Beleg für das Ende jeglicher Atom-Euphorie: Bei einem Referendum über die Zukunft der Atomkraft in Italien stimmten satte 95 Prozent der wahlberechtigten Italiener gegen eine Rückkehr zur Atomkraft (bei 57 Prozent Wahlbeteiligung). Nach dem eindeutigen Votum sah sich Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu der Erklärung veranlasst, dass sich Italien “wahrscheinlich von Atomkraftwerken verabschieden” werde. Damit dürften nicht nur die vier italienischen AKW vom Netz bleiben, die nach einem Volksentscheid 1987 abgestellt worden waren, sondern auch keine neuen dazu gebaut werden. Va bene!


Der gesamte Artikel im Greenpeace-blog




Franz Alt | Bundeskanzlerin Angela Merkel | Hermann Scheer

02. April 2011: Franz Alt – Sonnenseite: Erneuerbare Energien brauchen erneuerbare Regierungen – Du sollst den Kern nicht spalten


Liebe Angela Merkel, der Tod ist ein Meister aus Deutschland. Die Kernspaltung wurde hierzulande entdeckt. Von einer Frau (Lise Meitner), einer Physikerin, in Berlin! Leider waren Sie im letzten halben Jahr Atomkanzlerin. Aber jetzt haben Sie die wohl einmalige Chance zur Solarkanzlerin zu werden. Eine Frau, eine Physikerin, in Berlin! Das ist d i e Chance Ihrer jetzigen Krise …


Offener Brief an Angela Merkel von Franz Alt





Historisch: Die Sonne - hier eine Verehrung in Sansoucci - lieferte in Deutschland erstmals mehr Strom als die AKW. (Foto: Reimer)

22. März 2011: klimaretter.info: Historisch: Mehr Sonnen- als Atomstrom


Das ist ein historischer Tag in Deutschland: Zum allerersten mal produzierten solare Kraftwerke mehr Strom als die Atomkraftwerke. Um 12:30 Uhr war es soweit: Wie der Wechselrichterhersteller SMA ermittelte, waren 12,1 Gigawatt Sonnenstrom-Kapazität am Netz. Die verbliebenen neun Atomkraftwerke am deutschen Netz brachten es nur auf 12 Gigawatt.


“Noch 1993 prognostizierten die Stromkonzerne, dass auch langfristig mit Sonne, Wasser und Wind nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs gedeckt werden könnten”, erklärt Raimund Kamm, Sprecher der “Bayern Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz”. Demnächst würden schon 20 Prozent unseres Stromverbrauchs aus regenerativen Kraftwerken gedeckt, im Jahr 2020 können das bereits 50 Prozent sein.


Allerdings hielt der solare Vorsprung nicht lange: Um 17 Uhr waren gerade noch 3,8 Megawatt Sonnenkraftwerkskapazität produktiv. Nach der Datenlage der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden 2010 in Deutschland 140,5 Milliarden Kilowattstunden Strom in Atomkraftwerken produziert – 22,6 Prozent. Die Regenerativkraftwerke lieferten 16,5 Prozent. Aktuell sind 8 deutsche AKW vom Netz.


Quelle: www.klimaretter.info





die tageszeitung

28. Februar 2011: taz.de – Ökosex: Aufatmen, Entwarnung, Glückseligkeit


Viele lustige Nasenbären haben die letzten Wochen davon berichtet, dass die Einspeisevergütung für erneuerbare Energie dem kleinen Mann in Gelsenkirchen und Kreuzberg die Haare vom Kopf frisst. Das war prima. Die Presse hat ja die verdammte Pflicht, gerade bei der Förderung der Erneuerbaren ganz genau hinzuschauen. Sonst werden da noch so Leute wie ich steinreich, die in Solarmodule und Wind investieren – alles auf Kosten des kleinen Mannes.


Engagierte KollegInnen haben zu Recht aufgedeckt, dass ein armer Haushalt 150 Euro im Jahr extra für die Erneuerbaren hinblättert. Das war schön gerechnet, leider aber inhaltlich nicht ganz zutreffend. Nicht eure Schuld, wie solltet ihr auch wissen, dass die EEG-Umlage ein technisches Instrument ist, aber keine Berechnungsgrundlage für den Mehrpreis der Kilowattstunde. So konntet ihr kaum wissen, dass die Erneuerbaren den Preis an der Strombörse auch dämpfen. Das sagen auch nur so unbedeutende Leute wie der Chef der Bundesnetzagentur.


Zur Kolumne von Martin Unfried auf taz.de.





Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)

07. Februar 2011: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE): Energieimporte in Höhe von 7,4 Milliarden Euro vermieden –
Erneuerbare Energien legen auch 2010 weiter zu


Die Erneuerbaren Energien machen Deutschland zunehmend unabhängiger von teuren Energieimporten. Allein im vergangenen Jahr haben sie die Einfuhr fossiler Energierohstoffe im Wert von 7,4 Milliarden Euro überflüssig gemacht (2009: 6 Mrd. EUR). Darüber hinaus haben die Erneuerbaren Energien versteckte Kosten in Höhe von mehr als 8 Milliarden Euro vermieden – das sind Kosten für Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Materialschäden, die durch die Verwendung fossiler und atomarer Brennstoffe entstehen, im Preis dieser Technologien aber nicht enthalten sind.


Insgesamt stieg die Energiebereitstellung aus regenerativen Quellen nach aktuellen Berechnungen des BEE in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr im vergangenen Jahr gegenüber 2009 insgesamt um 16 Milliarden Kilowattstunden an. Das bedeutet einen Zuwachs um 6,4 Prozent auf rund 265 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht einem Anteil von 10,5% Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland.


BEE-Präsident Dietmar Schütz: „Der Beitrag der Erneuerbaren zu einer bezahlbaren, sauberen und ressourcenschonenden Energieversorgung steigt von Jahr zu Jahr. Mit jeder Kilowattstunde mehr aus regenerativen Energien ist die Wirtschaft hierzulande besser gegen steigende Öl-, Gas- und Kohlepreise auf dem Weltmarkt versichert.“


Zur Pressemitteilung des BEE
Jahreszahlen Erneuerbare Energien 2006 – 2010





02. Februar 2011: Plant-for-the-Planet: „Wir trauen euren Worten nicht mehr – ihr zerstört unsere Zukunft!“


Felix Finkbeiner sprach heute bei der Eröffnung des Internationalen Jahres der Wälder, das im Rahmen der 9. Sitzung des Waldforum der Vereinten Nationen (United Nations Forum on Forests, UNFF) in New York ausgerufen wurde. Der 13-jährige Gründer der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet aus dem bayerischen Pähl am Ammersee war von den Vereinten Nationen als Redner eingeladen worden. Zusammen mit Felix am Rednerpult standen stellvertretend für die weltweite Plant-for-the-Planet Familie auch einige andere Kinder aus verschiedenen Ländern.


In seiner Rede stellte Felix die Beweggründe und Ziele der Kinder vor und rief sie dazu auf, sich im Kampf für ihre Zukunft weltweit zusammenzuschließen. Von den Erwachsenen forderte er eindringlich, im Kampf gegen die Klimakrise nicht mehr nur zu reden, sondern endlich zu handeln.








Der Klimawandel kommt erst nach der nächsten Wahl

31. Januar 2011: Volker Quaschning: Der Klimawandel kommt erst nach der nächsten Wahl


In Cancún fand Ende 2010 der letzte UN-Klimagipfel statt. Regierungsvertreter feiern das dort beschlossene Abkommen als vollen Erfolg. Dabei wurde ein wirklicher Durchbruch nicht erreicht. Die schnell sinkenden Preise für regenerative Energieanlagen bieten jedoch Grund zur Hoffnung: Durch sie könnten wir das Klima sogar ganz ohne UN-Abkommen retten. Doch auch diese Chance ist in Gefahr.


Nachdem viele Experten ein Scheitern der UN-Klimakonferenz in Mexiko erwartet hatten, bejubeln Regierungsvertreter das erzielte Abkommen. Immerhin hat die Weltgemeinschaft darin anerkannt, dass der globale Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen ist. Das “Wie” wurde aber wieder einmal vertagt. Damit erkennt sie wenigstens die Empfehlungen der Klimaschützer an, die ab dieser Marke unkontrollierbare Klimaveränderungen befürchten. Gleichzeitig überlegt man in Deutschland, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch dieses Jahr zu überarbeiten, um dem rasanten Ausbau der Photovoltaik Einhalt zu gebieten und die vermeintlichen Mehrkosten zu begrenzen.


Weiterlesen! Auf der Internetseite von Volker Quaschning.





Greenpeace-Studie: Battle of the Grids

23. Januar 2011: Neue Greenpeace-Studie: 99 Prozent Erneuerbare Energien für Europa möglich!


Unwirtschaftlich und rückständig sind sie bisher, die Stromnetze für den europäischen Kontinent. Sogenannte Brückentechnologie wie Atomkraft verteuert den Einsatz der Erneuerbaren massiv.


Die gute Nachricht: Bis zum Jahr 2050 können für Europa über 95 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ein neuer Greenpeace-Report zeigt, wie.


Die Studie “Battle of the Grids” – zu deutsch “Die Schlacht ums Stromnetz” – ist eine Anleitung für einen europäischen Systemwechsel. Die Netzintegration von 68 Prozent Erneuerbaren Energien in Europa ist bis 2030 wirtschaftlich und technisch möglich.


Dieser erste Schritt erfordert eine Investition von 100 Milliarden Euro bis 2030 in neue Netze – gerade mal ein Prozent mehr als bisher. Mit dem Umbau der Netzinfrastruktur könnte sich Europas Strom ab 2050 rund um die Uhr zu fast hundert Prozent aus Erneuerbaren Energien speisen.


“Die Regierungen der EU-Länder – allen voran Deutschland – müssen sich für einen Systemwechsel entscheiden, ähnlich wie er in der Kommunikationstechnik von analog auf digitale Übertragung bereits vor Jahren vollzogen wurde,” sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International.


“Ein Umsteigen vollständig auf Erneuerbare Energien mit flexiblen Solar- und Windkraftwerken birgt keinen Platz für sogenannte Grundlast-Kraftwerke, also starre Kohle- und Atomkraftwerke. 99 Prozent Strom aus klimafreundlichen, erneuerbaren Energien ohne atomares Risiko ist technisch und wirtschaftlich zu machen – nun ist die Politik gefragt.”


Der vollständige Artikel und weiterführende Informationen auf Franz Alts Sonnenseite.





Agentur für Erneuerbare Energien

02. Dezember 2010: Agentur für Erneuerbare Energien: Erneuerbare Energien eröffnen Spielraum für Strompreissenkung


Einmal mehr nutzen dieser Tage hunderte von Stromversorgern den jüngsten Anstieg der Ökostrom-Umlage als Steilvorlage für saftige Preiserhöhungen.


Und einmal mehr wehrt sich die Erneuerbare-Energien-Branche mit dem Hinweis darauf, dass Preisaufschläge von bis zu 14 Prozent nicht durch die Mehrkosten für EEG-Strom zu rechtfertigen sind.


Doch dieses Mal bleibt der Hinweis nicht ungehört: Die Preistreiberei wird von zahlreichen Medien angeprangert und prominente Experten bis hin zum Bundesumweltminister verweisen darauf, dass die Erneuerbaren Energien sogar zu sinkenden Börsenstromspreisen beitragen.


„Die Preise müssten gar nicht steigen“, stellt das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO fest, und lässt den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, zu Wort kommen. Dieser kritisiert die teilweise „überzogenen“ Preisforderungen mancher Anbieter, obgleich günstigere Großhandelspreise vielfach an die Kunden weitergegeben werden könnten.


Die NRZ zitiert aus einem Schreiben Kurths, in dem er einen Spielraum für Preissenkungen in Höhe von 3 Cent pro Kilowattstunde errechnet. Dieser komme durch den preisdämpfenden Effekt der wachsenden Ökostrommengen an der Strombörse zustande.


Auch die Wirtschaftswoche findet deutliche Worte: „Ökoumlagen verursachen zwar einen Teil der steigenden Strompreise. Doch die Anbieter langen oft stärker zu als nötig“, heißt es auf wiwo.de.


Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien 2010, Sonnensseite.com





Monitor: Die Lüge vom teuren Ökostrom

21. Oktober 2010: Monitor: Die Lüge vom teuren Ökostrom – Warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist


Das Fernsehmagazin “Monitor”, produziert vom WDR, berichtet über die wahren Strompreistreiber und die seltsame Verquickung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) mit einer von Öl- und Kohlekonzernen finanzierten amerikanischen Lobbyorganisation.


Moderatorin Sonia Seymour Mikich: “Es ist nicht zu fassen: einerseits hieß es in Meldungen gestern, dass die Stromriesen im ersten Halbjahr wieder mal Rekordgewinne gemacht haben! Andererseits vergeht für uns Verbraucher kein Jahr ohne dicke Nachzahlung, ohne Erhöhungen. Jetzt aber häufen sich auch noch Grusel-Prognosen, dass Ökostrom alles noch teurer machen wird. Doch dieser Alarm, so Markus Schmidt und Michael Houben, der ist einfach falsch.”


Diesen sehr sehenswerten Bericht finden Sie auf folgender Internetseite von DasErste.de.





Hermann Scheer

Tief betroffen über den Tod von Hermann Scheer schließen wir uns dem Nachruf von Franz Alt an:


15. Oktober 2010: Franz Alt – Sonnenseite: Hermann Scheer ist tot – Seine Ideen leben fort


Wir trauern um Hermann Scheer, einen außergewöhnlichen Menschen und Politiker. Der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. und Vorsitzende des World Council for Renewable Energy (WCRE), Träger des Alternativen Nobelpreises, Abgeordneter des Deutschen Bundestags, ist am 14. Oktober 2010 in Berlin gestorben. Er wurde 66 Jahre alt. Sein plötzlicher Tod erschüttert alle.


Hermann Scheer hat eine große Lebensleistung vollbracht. Ihm sind beispielhafte Fortschritte zu verdanken, die weltweit in eine umweltgerechte Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien ohne Kohle und Atom führen. Sein unverrückbares Ziel, die Energiewende zu beschleunigen, wird Wirklichkeit, weil er mit seinem Kenntnisreichtum, seinem logischen Denken und seiner Begeisterungsfähigkeit viele Menschen überzeugen und mitreißen konnte.


Hermann Scheers Gedanken und Pläne leben, weil er sie in konkret erfahrbare Ergebnisse umsetzen konnte. Er hat sie in dem Buch “Der energet(h)ische Imperativ” formuliert, das wenige Tage vor seinem Tod erschienen ist. EUROSOLAR und der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) werden sein Lebenswerk, das er mit Tatkraft und mit Weitblick unbeirrt und unerschrocken verfolgt und verwirklicht hat, auf der Basis des von ihm Geschaffenen in seinem Sinne fortführen.


Wir trauern um Hermann Scheer und denken an seine Familie!


Franz und Bigi Alt: Der erfolgreichste Solarpolitiker der Welt ist tot





BUND

28. September 2010: BUND Pressemitteilung: CDU/CSU und FDP wollen mit Rezepten von gestern Zukunft gestalten. Bundesregierung beschließt “Energiekonzept der Unvernunft“ und provoziert neue Proteste


Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert am Energiekonzept der Bundesregierung vor allem, dass unter dem Deckmantel des Ausbaus erneuerbarer Energien veraltete Technologien wie die Atomkraft und die Kohleverstromung gefördert werden sollen. “Mit Rezepten von gestern lässt sich die energiepolitische Zukunft Deutschlands nicht gestalten. Die Bundesregierung hat ein Konzept der Unvernunft beschlossen”, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.


Auch die Aussage, ein Großteil der Zusatzgewinne aus verlängerten AKW-Laufzeiten fließe in den Umbau der Energieversorgung, werde durch ihre ständige Wiederholung nicht richtiger. Wenn von den Zusatzgewinnen für Investitionen in Deutschlands Energiezukunft in der nächsten Dekade lediglich zwei Milliarden Euro zur Verfügung stünden, die Atomkonzerne mit den Laufzeitverlängerungen aber über 100 Milliarden mehr verdienten, dann nütze dies vor allem den Energie-Oligopolen. Die aber hätten nur wenig Interesse an erneuerbaren Energien, so Weiger.


“Vage Klima-Versprechen und Energiespar-Ankündigungen sollen AKW-Laufzeitverlängerungen bis ins Jahr 2040 schönfärben. Die Strahlenrisiken der Atommeiler und die politische Unterstützung für den Bau neuer Kohlekraftwerke werden verschleiert. Ad acta gelegt wurden auch ambitionierte Pläne zur energetischen Gebäudesanierung und zur Minderung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor”, sagte Weiger.


Der BUND kritisiert auch, dass entgegen früheren Erklärungen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen keine zusätzlichen Maßnahmen gegen Terrorgefahren an Atomkraftwerken vereinbart wurden. “Die Behauptung, der Schutz der Meiler gegen Terroranschläge sei auf international üblichem Niveau, zeigt, dass die Bundesregierung diese Risiken nicht wirklich ernst nimmt”, so Weiger.


Der Umweltverband kündigte weitere Anti-Atom-Aktionen an. Am 6. Oktober werde es in Süddeutschland eine Umzingelung des Stuttgarter Landtags geben, am 9. Oktober in München eine Aktions- und Menschenkette gegen die Atomkraft und am 6. November im Wendland eine große Protestkundgebung gegen die geplanten Castortransporte nach Gorleben.


Quelle: BUND





Kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energie

22. September 2010: Dezentraler Ausbau Erneuerbarer Energien bringt Wertschöpfung in Milliardenhöhe für Städte und Gemeinden


Der dezentrale Ausbau Erneuerbarer Energien generiert in den deutschen Städten und Gemeinden eine Wertschöpfung von annähernd 6,8 Milliarden Euro. Dies hat das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in der ersten systematischen und vergleichenden Analyse der Wertschöpfungs effekte regenerativer Energietechnologien untersucht.


Der flächendeckende und dezentrale Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland ist für Kommunen umso profitabler, je mehr Anlagen, Betreibergesellschaften, Hersteller oder Zulieferer vor Ort angesiedelt sind. Mit der aktuellen IÖW-Studie wird diese naheliegende Annahme erstmals in einer wissenschaftlich fundierten, systematischen Be rechnung für alle gängigen Erneuerbare-Energien-Technologien bestätigt. Zudem können Kommunen jeder Größe auf Grundlage der Studie ermitteln, welche Wertschöpfung Erneuerbare Energien vor Ort bereits erwirtschaften oder künftig erwirtschaften könnten – etwa durch Steuer- und Pachteinnahmen, Unternehmensgewinne und Arbeitsplätze sowie durch die Einsparung fossiler Brennstoffe.


Der IÖW-Studie zufolge haben Sonne, Wind, Biomasse & Co im Jahr 2009 rund 6,8 Mrd. Euro regionale Wertschöpfung generiert. Davon flossen allein 0,6 Mrd. Euro als Steuereinnahmen in die klammen Kassen der Kommunen. Bei einem weiteren dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien könne sogar annähernd eine Verdoppelung der Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 erreicht werden. „Es zeugt von regionalwirtschaftlichem Weitblick und finanzpolitischem Sachver stand, dass immer mehr Städte und Gemeinden den Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung in die Tat umsetzen“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien und Auftraggeber der Studie. „Sie erhöhen damit ihre Attraktivität als Wirtschaftsstandort und verbessern die kommunale Haushaltslage. Dies kommt wiederum den Bürgern vor Ort zugute.“


Weitere Informationen auf der Internetseite unendlich-viel-energie.de





Earth Overshoot Day 2010

19. August 2010: Ressourcen gut – aber leider aus: OVERSHOOT DAY 2010


Am Samstag ist es wieder soweit und die Menschheit hat die globalen Umweltressourcen für 2010 aufgebraucht. Am 21. August ist der so genannte „Overshoot Day“. Dies ergeben die neuesten Berechnungen des Global Footprint Network. NGOs schlagen Alarm.


Das Global Footprint Network, eine Umweltforschungsorganisation mit Sitz in Kalifornien, berechnet jährlich das auf der Erde verfügbare „Natur-Einkommen“ (die natürlichen Ressourcen, die sich in einem Jahr wieder erneuern können, auch “Biokapazität” genannt), und vergleicht es mit den „Ausgaben“ (die für unseren Lebensstil, für die Produktion der Güter und für den Ausgleich der CO2-Emissionen erforderlichen Natur-Ressourcen – auch “ökologischer Fußabdruck” genannt) der Menschheit.


Die aktuellen Analysen ergeben, dass heuer bereits am 21. August 2010 die Menschheit alles verbraucht hat, was die Natur für das ganze Jahr an Biokapazität bereitstellen kann. Ab diesem Tag wird die Menschheit bis zum Jahresende über die Verhältnisse leben – sozusagen auf Pump. “Wer in neun Monaten sein gesamtes Jahreseinkommen verbraucht, hätte allen Grund zur Sorge”, sagt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Network-Netzwerks.


Weitere Informationen auf der Internetseite Glocalist





Greenpeace

15. August 2010: Greenpeace: Es werde Licht – auch ohne Atomkraft


Die Stromversorger können ihre Ankündigung umsetzen und die acht ältesten deutschen Atomkraftwerke sofort stilllegen, ohne dass dies zu Engpässen in der Stromversorgung in Deutschland führt. Dies belegt eine neue Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace, der zufolge die sieben Alt-AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser, sowie der Pannenreaktor Krümmel aktuell nur noch zu 5,4 Prozent zur deutschen Stromversorgung beitragen. Die übrigen neun Atommeiler könnten bis zum Jahr 2015 abgeschaltet werden. Das zeigt das vom Aachener Institut EUtech für Greenpeace berechnete Energie-Szenario Plan B 2050.


Die Stromkonzerne hatten laut dem Magazin Der Spiegel (Montagsausgabe) angekündigt, ihre Atom-Meiler sofort abschalten zu wollen, falls die von der Bundesregierung geplante Brennelementesteuer komme.


Das ist keine Drohung, sondern eine gute Nachricht, sagt Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Atomexperte. Mit ihrer Ankündigung haben die Stromversorger zugegeben, dass die maroden deutschen Atomkraftwerke zur Deckung der Stromversorgung nicht benötigt werden. Greenpeace fordert die Stromkonzerne auf, die acht gefährlichsten Atomkraftwerke sofort abzuschalten.


Weitere Informationen und Publikationen zum Thema auf der Internetseite von Greenpeace





Sonnenkraft

21. Juli 2010: solarportal24.de: Photovoltaik: Eigenverbrauch von Solarstrom lohnt sich


Die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1. Juli 2010 bringt zwar einerseits Absenkungen bei den Einspeisevergütungen, andererseits aber auch neue Chancen für die Nutzung von Solarstrom. Denn der Anteil des Solarstroms, der selbst verbraucht und nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird, erhält künftig per Gesetz eine im Vergleich bessere Förderung.


Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihren Solarstrom selbst verbrauchen, werden künftig belohnt. Die verbesserte finanzielle Förderung des Eigenverbrauchs von Solarstrom gegenüber der Einspeisung in das Stromnetz kann bis zu acht Cent je Kilowattstunde betragen – dieser Vorteil ergibt sich aus der Summe der Vergütung und den eingesparten Kosten für den Bezug von Strom aus dem Netz.


Nach der geplanten gesetzlichen Neuregelung erhalten Eigenverbraucher von Solarstrom für die ersten 30 Prozent selbst genutzten Solarstroms 16,48 Cent je Kilowattstunde gutgeschrieben. Da mit dem Eigenverbrauch zudem Strom im Wert von ca. 20 Cent je Kilowattstunde einspart wird, der nicht mehr von dem Energieversorger bezogen werden muss, beläuft sich der finanzielle Gesamtvorteil auf 36,48 Cent je Kilowattstunde (im Vergleich: der geplante Einspeisetarif in das Netz liegt bei 32,88 Cent pro Kilowattstunde). Werden mehr als 30 Prozent des Solarstroms selbst verbraucht, steigt die Gutschrift für den über die 30 Prozent hinausgehenden Anteil um 4,4 Cent auf 20,88 Cent und der Gesamtvorteil auf 40,88 Cent je Kilowattstunde – acht Cent mehr als bei einer Einspeisung des Solarstroms in das Stromnetz.


Eine Beispielrechnung und weitere Detailinformationen bietet das solarportal24.de





ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)

23. Juni 2010: BMU-Pressemitteilung: Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050


Wissenschaftler überreichen Bundesumweltminister Röttgen Studie für eine nachhaltige Energieversorgung.


Eine neue Studie des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) zeigt, wie sich bis zum Jahr 2050 eine zuverlässige, kostengünstige und robuste Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt. Der Sprecher des FVEE, Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, hat diese heute Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen überreicht. Röttgen: “Wenn wir unsere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien erreichen wollen, dürfen wir an Zukunftsinvestitionen nicht sparen. Wir müssen die Forschung verstärken und die Netze ausbauen. Die Studie belegt, wie sich diese Investitions- und Entwicklungskosten langfristig lohnen, weil die Energieträger günstiger werden.” Die Ergebnisse werden in die Arbeiten zum Energiekonzept der Bundesregierung einfließen.


Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler, dass mit den entsprechenden Forschungsanstrengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen.


Weitere Ergebnisse der Studie: Bei der vernetzten Betrachtung aller wichtigen Elemente des nachhaltigen Energiesystems, von der Bereitstellung über den Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung, lässt sich die Energieeffizienz erheblich erhöhen. Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat ein Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleistet dabei, dass die Versorgung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu muss auch der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze (smart grids) stärker an das jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden.


Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespeichert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.


Die Studie steht im Internet auf der Homepage des FVEE zur Verfügung.





AKW-Neubau in Finnland

16. Juni 2010: ZDF Dokumentation: Totgesagte leben länger – Das Comeback der Kernkraft


Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Daran ändere sich auch unter Schwarz-Gelb nichts, sagt der neue CDU-Umweltminister Röttgen. “Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist seit Jahrzehnten nicht der Fall.” Atomkraft sei nichts anderes mehr, als eine “Brückentechnologie”. Wie sieht er also aus, der langsame Ausstieg aus der Atomkraft? Werden Werke geschlossen? Sozialpläne ausgehandelt? Der Rückbau vorbereitet?


Eine sehr interessante und aufschlussreiche Dokumentation über die deutsche Atomindustrie und ihre Lobbyisten.


ZDF Dokumentation: Totgesagte leben länger





Geenpeace Energy: "Nicht in unserem Namen"

16. Juni 2010: Greenpeace Energy: “Nicht in unserem Namen”


Deutscher Industrie- und Handelskammertag will im angeblichen „Gesamtinteresse der Wirtschaft“ längere AKW-Laufzeiten fordern. Wir wehren uns.


Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will im Juni Forderungen an das Energiekonzept der Bundesregierung beschließen. Der DIHK-Umweltausschuss schlägt vor, im „Gesamtinteresse der Wirtschaft“ längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu fordern.


Wir, die Unterzeichner – Vertreter von Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern sowie weitere engagierte Bürger –, fordern den DIHK nachdrücklich auf, die Beschlussvorlage zu verwerfen und sich von einem Pro-Atom-Kurs zu distanzieren. Wir verlangen, dass der DIHK die Interessen seiner vielen Mitgliedsunternehmen beachtet, die sich für die erneuerbaren Energien engagieren. Der „Kammerzwang“ verpflichtet Unternehmen zur Mitgliedschaft in einer Industrie- und Handelskammer. Mit ihren Mitgliedsbeiträgen finanzieren sie den DIHK und dessen politische Arbeit. Eine einseitige Parteinahme zugunsten einiger weniger Großkonzerne, die auf Atomkraft setzen, wäre auch deshalb ein Skandal. Wir fordern den DIHK auf, energiepolitische Neutralität zu wahren.


Im Namen unserer Genossenschaft habe ich mich heute in die Unterschriftenliste der Greenpeace Energy eG eingetragen, Otto Wetzig, Vorstandsvorsitzender der nwerk eG.





Mit dem Lastenfahrrad unterwegs: Derzeit rollt die Pleasant Revolution Tour durch Europa auf Quakenbrück zu.

01. Juni 2010: Neue Osnabrücker Zeitung: Revolution per Fahrrad: Fünf US-Bands touren mit Drahteseln durch Europa


Wenn die Rolling Stones oder U 2 touren, dann wird es teuer – für die Fans und für die Umwelt. Ohne Monstertrucks, gigantische Lichtshow und ohne Learjets geht da gar nichts mehr. Wenn die Ginger Ninjas unterwegs sind, gibt es alles gratis – die Musik, Fitness und gute Taten für die Umwelt. Die Fahrradrocker aus den USA sind gerade mit vier Bands auf der Pleasant Revolution Tour in Europa unterwegs. Für den notwendigen Strom bei den Konzerten sorgen die Fans. Sie treten begeistert in die Pedale, um mit Fahrrad-Generatoren Strom zu erzeugen. Cool? Nein. Hot.


Der ganze Artikel auf Neue OZ online


Direkt zum Artland Bicycle Music Festival


Berichterstattung im Bersenbrücker Kreisblatt und im NDR-Fernsehen




NDR

05. Mai 2010: Panorama – Die Reporter: Atomklo Norddeutschland: Warum der Süden verschont bleibt


Bislang droht der nationale Atommüll allein in Niedersachsen zu landen. Dabei ist bekannt, dass die süddeutsche Region mit ihrem besonderen Tongestein möglicherweise geeignet wäre für ein Endlager.


Eine verschlafene Kleinstadt in Baden-Württemberg. NDR-Chefreporter Christoph Lütgert hat eine einfache Frage an Schwaben und Badener: “Was würden Sie sagen, wenn man in Ihrer Gegend Atommüll einlagern würde?”. Die Reaktionen reichen von Kopfschütteln bis hin zu blanker Ablehnung. “Von der Idee halte ich nichts”, sagt der Bürgermeister. “Es gibt doch das Gorleben!”, sagt ein Marktverkäufer.


Dabei wissen hier alle, dass die süddeutsche Region mit ihrem besonderen Tongestein möglicherweise geeignet wäre für ein Endlager. Doch bislang droht der nationale Atommüll allein in Niedersachsen zu landen. Gorleben ist der einzige Standort, der für hochradioaktiven Atommüll überhaupt erkundet und testweise ausgebaut wird. Die Politik verweigert jegliche alternative Bohrungen. Und das, obwohl es längst massive Zweifel an der Eignung von Gorleben gibt. Und so droht der Norden zum Atomklo der Republik zu werden.


DasErste.de – Panorama


Direkt zur Reportage in der NDR Online Mediathek: Atomklo Norddeutschland




Uranium - Is it a country?

05. März 2010: Uranium – Is it a country? Eine Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom


Zwar ist dieser Dokumentarfilm bereits etwas älteren Datums, dennoch möchten wir auf einen entsprechenden Hinweis auf unserer Internetseite nicht verzichten:


Ein Film für die NutzerInnen von Atomkraft in Europa, die häufig nicht wissen, welche Risiken der Uranabbau mit sich bringt. Australien hat die weltweit größten Uranvorkommen und dient als Beispiel dafür, woher das Uran kommt, wo es hingeht und was davon übrig bleibt.


Dieser Film will sich in die aktuelle Debatte um einen klimafreundlichen Energiemix einmischen. Die Atomkraft wird in diesem Zusammenhang derzeit in vielen Industrie- und Schwellenländern als Lösung gesehen. Die Atomindustrie versucht die Laufzeiten der AKW in Deutschland zu verlängern. Gleichzeitig betreiben RWE und EON Pläne, neue Atomreaktoren in europäischen Nachbarländern zu bauen. Tatsächlich haben Atomkraftwerke bei der direkten Energieerzeugung einen CO²-Ausstoß, der gegen Null tendiert. Allerdings berücksichtigt diese Rechnung nicht die globale CO²-Bilanz sowie andere Risiken und Umweltschäden der Atomwirtschaft.


Der Film stellt diese globale Verkettung von Zusammenhängen am Beispiel des Uranabbaus in Australien dar. Er wurde von der Initiative “Strahlendes Klima” mit Unterstützung von der BUNDjugend und Friends of the Earth Melbourne produziert.


Uranium – Is it a country?





Haushaltsstrompreise 2000-2009

26. Februar 2010: Agentur für Erneuerbare Energie: Experten bringen Klarheit über Kostenfaktor Erneuerbare Energien


In der Diskussion um die jüngsten Preis­erhöhungen vieler Stromversorger werden häufig die Erneuerbaren Energien als Kostentreiber gebrandmarkt. In einem Pressegespräch analysierten gestern Experten aus Wissenschaft und Verbänden die Entwicklung der Strompreise. Dabei wurde deutlich, dass der Bei­trag der Erneuerbaren Energien zu den Preissteigerungen marginal ist. Die Umlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien wird laut Prognose der Stromwirtschaft im laufenden Jahr rund 2 Cent je Kilo­wattstunde betragen. Das bedeutet einen Anstieg um etwa 0,9 Cent gegenüber 2009.


Die höhere Umlage für erneuerbaren Strom ist laut Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie, auf drei Faktoren zurückzuführen: „Zum einen wächst die Zahl der Erneuerbare-Energien-Anlagen. Das ist gut für den Standort Deutschland und wichtig für das Erreichen der Klimaschutzziele“, betonte Klusmann. Die Umlage klettere durch diesen Zubau um etwa 0,3 Cent. Ein weiteres Drittel des Anstiegs werde durch die rückläufige Stromnachfrage verursacht: „Auf­grund der Wirtschaftskrise ist der Börsenpreis für Strom eingebrochen. Die Differenzkosten zwischen konventionellem Strom und Ökostrom wer­den letztlich auf die Verbraucher umgelegt. Wenn die Konjunktur wieder anspringt, steigt die Stromnachfrage und die Umlage sinkt.“


Die gesamte Pressemitteilung auf der Internetseite der Agentur für Erneuerbare Energie





BMW

15. Februar 2010: Franz Alt – Sonnenseite: BMW will 100% erneuerbare Energie


Einer der Haupteinwände gegen die 100%- ige solare Energiewende lautet: Erneuerbare Energien können wohl in privaten Häusern und in kleinen Fabriken funktionieren, aber doch niemals in großen Fabriken wie bei Autoherstellern oder bei der Metallproduktion.


Eine überzeugende Antwort auf dieses Vorurteil gab jetzt ausgerechnet der Autohersteller BMW in einer großen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung am 13./14. Februar 2010.


Die gesamte Nachricht auf der Sonnenseite von Franz Alt.





19. Januar 2010: Energiewende Osnabrück: Peak Oil – Vom Ende des Öls


In Osnabrück hat sich eine neue Gruppe gegründet, die das sog. Energiewende- bzw. Transition Town Konzept in Osnabrück bekannt machen und interessierte Osnabrücker vernetzen möchte.


Als erste Veranstaltung der Initiative wurde die NDR-Reportage “Bis zum letzten Tropfen” in der Lagerhalle gezeigt:


“Bis zum letzten Tropfen” ist eine spannende Spurensuche, die auf den Ölfeldern im Emsland und im Wattenmeer und auf der Bohrinsel Mittelplate in Schleswig-Holstein beginnt und bis nach Saudi-Arabien führt. Die Welt hat bislang jedenfalls keine Alternative zum Öl. Der Film liefert verblüffende Erkenntnisse: Bei VW in Wolfsburg rechnen die Forscher damit, dass wir künftig mehr Fahrrad fahren müssen. Und ein niedersächsischer Landwirt befürchtet gigantische Engpässe in der Nahrungsmittelproduktion.


Die Reportage kann online in der NDR-Mediathek angeschaut werden: Peak Oil: Vom Ende des Öls.
Hier gibt es Informationen und den Kontakt zur Energiewende Osnabrück (Seite befindet sich im Aufbau).





Potenzialatlas Erneuerbare Energie

14. Januar 2010: Viel Ertrag auf wenig Fläche – Erster Potenzialatlas Erneuerbare Energien erschienen


Auf einer Fläche von 357.104 Quadratkilometern müssen in Deutschland Industrie, Landwirtschaft und Wald, Wohn­ge­bäude und Verkehrswege Platz finden. Zunehmend beansprucht auch die Energie­gewinnung aus Erneuer­­baren Energien Flächen – sei es durch Wind­parks, Energie­pflanzen oder Solaranlagen.


Im Vorfeld der „Inter­natio­­nalen Grünen Woche“ stellte die Agentur für Erneuerbare Energien den ersten Potenzial­atlas für regenerative Energien vor. In ihm ist der Flächen­ver­brauch von heute und bis zum Jahr 2020 für alle Sparten der Erneuer­baren Energien be­rech­net. Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geo­thermie erreichen bis dahin nach Branchenprognosen einen Anteil von 28 Prozent am Energieverbrauch.


Weitere Infos auf der Internetseite der Agentur für Erneuerbare Energie.




Ecosia

07. Dezember 2009: Grüner Suchen: Klimafreundliche Suchmaschine Ecosia online


Am heutigen Monatg geht die erste “grüne Suchmaschine” der Welt an den Start. Pünktlich zum Weltklimagipfel in Kopenhagen, versteht sich. Entwickelt wurde das Web-Projekt, das den Regenwald retten will, von einem jungen Deutschen, der Google, Bing & Co. das Fürchten lehren will – zumindest was deren Öko-Bilanz betrifft.


Auch wenn das den wenigsten Internet-Nutzern bewusst ist, auch Google & Co. sind echte Klima-Killer. Studien zufolge verursacht jede Abfrage, die über das weltweite Rechnernetz läuft, klimaschädliches CO2 – gemäß dem Branchenprimus Google soll pro Web-Suche bis zu 0,2 Gramm Kohlendioxid entstehen.


Andere Wissenschaftler warnen sogar, dass deutlich mehr Kohlendioxid bei einer Suchanfrage im Netz freigesetzt wird – ein US-Physiker rechnete gar damit, dass mit jeder Web-Suche so viel Energie verbraucht wird, wie man benötigt, um eine Tasse Tee zu erhitzen.


Zum Weltklimagipfel in Kopenhagen hat Christian Kroll deswegen eine neue umweltfreundliche Suchmaschine entwickelt: Ecosia arbeitet mit Ökostrom, mit jeder Anfrage wird ein bisschen Regenwald gerettet. Am heutigen Montag ging die “grüne Suchmaschine” an den Start.



Der ganze Artikel auf techfieber green.


Ecosia installieren




03. November 2009: Neue Osnabrücker Zeitung: Der Zukunft auf der Spur


Die Firma REW Regenis aus Quakenbrück hat einen Forschungsauftrag aus Berlin erhalten, um ein Netzwerk zum Thema regenerative Energieversorgung zu entwickeln. Netzwerkmanager Dieter Schillingmann hatte nun zu einem rund um den geplanten Bioenergiepark im Artland auf Gut Vehr eingeladen. 110 Fachbesucher kamen, hörten und diskutierten.


Wie kann das Potenzial der regenerativen Energien aus der Region für die Region nachhaltig nutzbar gemacht werden? Das war die Ausgangsfrage. Die von der Regenis-Gruppe entwickelte Formel lautet Windkraft plus Biomasse plus Solar als Synergielösung für Strom und Biogas. Während des Symposiums stellten Fachleute die dazu notwendigen technischen Verfahren und Lösungsansätze zur Erzeugung regenerativer Energien sowie zur Bioenergiespeicherung vor.


Der gesamte Artikel auf Neue OZ online




UmweltBundesAmt (UBA)

19. Oktober 2009: BundesUmweltAmt: Deutschland kann 43 Prozent seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 einsparen


Deutschland kann 43 Prozent seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 einsparen. Das zeigt die Studie „Politikszenarien V – auf dem Weg zum Strukturwandel; Treibhausgas-Emissionsszenarien bis zum Jahr 2030“. Bis 2030 kann sogar annähernd 60 Prozent Minderung gegenüber 1990 erreicht werden. „Zugpferd wäre vor allem der Stromsektor, in dem sich zwischen 2005 und 2030 rund ein Viertel der deutschen Treibhausgasemissionen einsparen lassen“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA).


Die Studie ergänzt die jüngst vom UBA veröffentlichte „Konzeption zur Klimapolitik“. Sie zeigt nicht nur, dass das Ziel einer Minderung um 40 Prozent machbar ist, sondern auch welche nationalen und europäischen Klimaschutzmaßnahmen dafür notwendig sind.


Zur gesamten Presseinformation des UBA


Zum Herunterladen: Politikszenarien für den Klimaschutz V




Deutsche Umwelthilfe

13. Oktober 2009: Deutsche Umwelthilfe: Versorgungssicherheit: Stromlücke entpuppt sich als Stromlüge


Deutschland braucht für eine jederzeit und an jedem Ort sichere Stromversorgung weder Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken noch zusätzliche Kohlekraftwerksblöcke. Vielmehr können aus Altersgründen oder wegen des gesetzlich festgelegten Atomausstiegs stillgelegte Großkraftwerke bis 2020 durch den – von allen Bundestags-Parteien gewünschten – Ausbau der Erneuerbaren Energien und neue flexible Gaskraftwerke ersetzt werden. Das geht aus dem aktuellen Zwischenbericht einer vom Bundesumweltministerium geförderten Energiestudie des Solar-Instituts Jülich und der Fachhochschule Aachen hervor.


Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erklärte, dass das Festhalten an unflexiblen Großkraftwerken auf Basis von Kohle oder Atomkraft den von der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gewünschten Ausbau der Erneuerbaren Energien zunehmend erschwere. Der Grund: Der naturgemäß unstet anfallende Strom aus Wind und Sonne könne nur dann wirksam integriert werden, wenn flexible, schnell regelbare Kraftwerke den Ausgleich zwischen schwankendem Strombedarf und dem ebenfalls schwankenden Stromangebot schaffen. Für eine Übergangszeit seien dazu mehr flexible Gaskraftwerke notwendig, später könnten Stromspeicher und ein internationaler Stromverbund für den notwendigen Ausgleich sorgen.


Der heraufziehende Systemkonflikt zwischen den Erneuerbaren Energien und den Technologien des vergangenen Jahrhunderts zeige sich schon jetzt immer häufiger an der Strombörse EEX in Leipzig. Seit dem September 2008, als am dortigen Spotmarkt erstmals negative Strompreise zugelassen wurden, lag der Handelspreis 130 Stunden lang bei Null oder darunter. Tendenz steigend: Am Sonntag , den 4. Oktober 2009 notierte erstmals der Durchschnittspreis für die an diesem Tag insgesamt am Spotmarkt gehandelte Strommenge negativ, nämlich bei minus 11,59 Euro pro Megawattstunde (entspricht 11,59 Ct/kWh). Acht Stunden hintereinander lag der Strompreis bei oder unter Null Euro und erreichte zwischen zwei und drei Uhr in der Nacht ein Allzeittief von minus 500,02 Euro pro Megawattstunde.


Die gesamte Pressemitteilung auf der Internetseite der Deutschen Umwelthilfe.




Nicht rütteln am Atomausstieg!

28. September 2009: Nach der Bundestagswahl: Strahlende Gesichter bei Atom-Aktionären


Das Wahlergebnis steht fest, die Wunschkoalition von CDU-Kanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle ist möglich, der Regierungswechsel steht bevor. Dies macht sich auch an der deutschen Börse bemerkbar, wo heute vor allen Dingen Aktien der Atomkraftwerk-Betreiber RWE und E.ON im Aufwind sind. RWE-Wertpapiere legten heute Vormittag um rund drei, E.ON-Anteile um 2,7 Prozent zu. Zu Spitzenzeiten stiegen Wertpapiere von RWE sogar um vier, E.ON um 4,7 Prozent. Gleichzeitig sackten die Aktien von Solarunternehmen ab.


Der gesamte Bericht auf der Sonnenseite von Franz Alt.


Unterzeichnen Sie den offenen Brief an Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle “Nicht rütteln am Atomausstieg!” auf campact.de.




Global Footprint Network

22. September 2009: Diesen Freitag: Alle Ressourcen verbraucht


“Kommenden Freitag sind alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die der Menschheit für dieses Jahr zur Verfügung stehen. Dies zeigen Berechnungen des internationalen Global Footprint Network. Am 25. September ist die Erde im Minus. Aber der Tag des Bankrotts findet heuer zum ersten Mal später statt. Nur noch 60 Jahre und die Menschheit lebt wieder im Einklang mit den natürlichen Ressourcen.”


Den ganzen Artikel finden Sie auf der Internetseite Glocalist.




12. September 2009: Neues Medienprojekt: Energy Autonomy – The Code of Survival


Das Medienprojekt Energy Autonomy will eine globale Bewegung initiieren: Menschen auf der ganzen Welt setzen sich ein für den Umstieg von fossil-atomaren zu erneuerbaren Energien.


Den Kern bildet der Film Energy Autonomy – The Code of Survival. Ein gemeinschaftlich finanzierter, unabhängig produzierter 100-minütiger Kinofilm, der die breite Öffentlichkeit mit großen Bildern und glasklaren Analysen von der Notwendigkeit und Machbarkeit der Energiewende überzeugen wird.


Hier sehen Sie den Trailer zum Film:







10. September 2009: Der Vorstand des Solarenergie-Fördervereins Deutschland zur Bundestagswahl: Gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen


“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,


wir stecken in einer üblen Zwangslage: Unter den heutigen Lebensumständen können wir auf Strom, Wärme und Kraftstoffe nicht mehr verzichten. Aber wir wissen, dass die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung und der Weiterverbreitung von Atomwaffen immer weiter wächst, und wir ahnen, dass das Klima – eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen – unwiderruflich zerstört wird.


Glücklicherweise gibt es erprobte technische Verfahren, wie man die benötigte Energie gefahrlos aus Sonne und Wind bereitstellen kann. Schon jetzt stammen 15 Prozent des deutschen Stroms aus Erneuerbaren Energien. Und bereits im Jahr 2002 hat eine Studie der Enquete-Komission des Deutschen Bundestages die Möglichkeit einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien nachgewiesen.


Unsere Regierung – anstatt die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien so schnell wie irgend möglich voranzutreiben – unterstützt aber stattdessen die Bestrebungen der Energiekonzerne, die mit Kohle, Öl, Erdgas und Atom möglichst lange noch weitere Milliarden verdienen wollen.


In wenigen Tagen ist Bundestagswahl, dabei wird sich entscheiden, wer die neue Regierung stellt, ob diejenigen gewählt werden, die eine rasche Umstellung auf die Erneuerbaren Energien vornehmen wollen, oder aber diejenigen, die mit Ausreden kommen, warum sie sich nicht aus ganzer Kraft für die notwendige Umstellung einsetzen wollen.


Aus den unten anhängenden Antworten der Bundestagsparteien zur Energiepolitik ergibt sich eindeutig, welche Parteien dies sind.


Die weitere Nutzung von Kohle und Atom gefährdet unser Überleben und das unserer Kinder und Enkel. Wir bitten Sie deshalb, nicht die Befürworter von Kohle und Atom, sondern die Befürworter der Erneuerbaren Energien zu wählen. Wenn Sie dem zustimmen können, dann kopieren Sie diesen Text in eine Mail an möglichst viele Freunde und gute Bekannte.


Bitte nehmen Sie sich dafür die notwendige Zeit!


Der Vorstand des Solarenergie-Fördervereins Deutschland


Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine des BUND




05. September 2009: Die Internetseite der “Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg” meldet:


“Was für eine mächtige Demonstration!


Mit 350 Traktoren sind wir nach Berlin gefahren, mit mehr als 50.000 Menschen aus ganz Deutschland haben wir dort für die Abschaltung aller Atomkraftwerke und für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Atommüll demonstriert. Diese enorme Beteiligung übertraf alle unsere Erwartungen.


Unübersehbar war die große Zahl junger Menschen: Der Atomprotest hat die Generationsgrenze übersprungen – und das mit Schwung.”


Der gesamte Bericht der Bäuerlichen Notgemeinschaft zur Anti-Atomkraft-Demonstration.


Einige stimmungsvolle Photos finden Sie in unserer Galerie “Mal richtig abschalten”.



reference - embryo

01. September 2009: IPPNW-Presseinfo: “Bedauerlich, hinderlich und nicht hinnehmbar”


In der internationalen Fachpresse setzt sich die Erkenntnis vermehrt durch, dass Niedrigstrahlung als Ursache für ein erhöhtes Krebsrisiko von Kleinkindern in der Nähe von Atomkraftwerken nicht ausgeschlossen werden kann und darf. Dies steht jedoch im Gegensatz zu den umstrittenen Interpretationen des Mainzer Kinderkrebsregisters (KKR) in der epidemiologischen Studie Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK-Studie).


Die IPPNW bittet deshalb um Unterstützung einer Petition an die Bundesregierung, in der eine Verschärfung des Strahlenschutzes gefordert wird. Die Petition darf von jedem Bürger mit unterzeichnet werden, bis zum 11. September 2009 ist dies sogar online möglich.


Zur Presseinfo des IPPNW: AKW-Niedrigstrahlung als Ursache nicht ausgeschlossen”.


Zur Petition an die Bundesregierung: “Strahlenschutz – Verschärfung der Strahlenschutz-Standards”.



25. August 2009: DER SPIEGEL: Deutschland wird selbstgesteckte Klimaziele nicht erreichen


Einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie zufolge wird die Bundesregierung die selbstgesteckten Ziele zur Verminderung der CO2-Emissionen bis 2020 voraussichtlich nicht erreichen. Für das Scheitern machen Greenpeace und das Aachener Ingenieur- und Beratungsunternehmens EUtech vor allem die nicht durchgesetzten oder von “Lobbyverbänden stark verwässerten” Umweltmaßnahmen verantwortlich.


Der Gesamtausstoß an CO2 der Energiewirtschaft sei sogar zuletzt überraschend auf über 385 Millionen Tonnen angestiegen, daher fordern die Experten einen zügigen und radikalen Umbau der Energieerzeugung.

Der gesamte Bericht auf SPIEGEL online


Quelle: KLIMASPOT.DE



Meller Kreisblatt

22. August 2009: Meller Kreisblatt: Schnelle Hilfe nach dem Schock der Jahresabrechnung


Der Schock kommt mit der Post und verwandelt die schlimmsten Befürchtungen in bittere Realität: Nachzahlung! Angesichts deutlich gestiegener Öl- und Gaspreise bringt die Energiekosten-Abrechnung immer mehr Haushalte in eine akute Notlage. Das Diakonische Werk Melle hilft mit einem Darlehnsfonds, Energieschulden zu begleichen – und die Zwischenbilanz des laufenden Jahres ist alarmierend.


Der gesamte Bericht auf Neue OZ-online.



20. August 2009: juwi Pressemitteilung: Größtes Solarkraftwerk in Deutschland eröffnet


Der Solarpark Lieberose, den der Projektentwickler juwi und der Modulhersteller First Solar derzeit in Brandenburg realisieren, ist seit heute das größte Sonnenkraftwerk in Deutschland. Mit der gemeinsamen Montage des 560.000. Solarmoduls haben Bundesminister Wolfgang Tiefensee, Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder, und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck die Anlage zum bundesweit größten Photovoltaik-Park gemacht.


Weitere Informationen zum Solarpark Lieberose.






18. August 2009: www.utopia.de: “Die Erde schlägt zurück”


“Das Buch “Die Erde schlägt zurück” von Claus-Peter Hutter und Eva Goris zeichnet fiktiv wie faktisch das Szenario 2035 unseres Planeten – und ist zutiefst schockierend. Es sollte jeder Schüler lesen und überhaupt jeder, damit endlich etwas passiert. Utopia hat mit dem Autoren gesprochen und hängt zudem eine Leseprobe an.”


Ein wichtiges Buch, ein interessantes Interview mit dem Autor und interessante Kommentare auf einer Internetseite, die jeder als Lesezeichen gespeichert haben sollte.



Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)

18. August 2009: Sommertour des BEE: “Vorfahrt für Erneuerbare”


Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) startete gemeinsam mit der Agentur für Erneuerbare Energien die Sommertour „Vorfahrt für Erneuerbare Energien“. Bis zur Bundestagswahl am 27. September wird das Tour-Team bundesweit rund 15 Wahlkreise besuchen und vor Ort über Entwicklung und Potenziale der regenerativen Energien informieren. Dazu gibt es öffentliche Podiumsdiskussionen mit den Wahlkreiskandidaten über die energiepolitischen Ziele ihrer Parteien.


Sollte das Infomobil der Erneuerbaren, das mit reinem Biodiesel fährt, auch in einem der Wahlkreise unserer Region auftauchen, erfahren Sie es auf unserer Terminseite.



Auftaktveranstaltung zur Klimaschutzinitiative des Landkreises Osnabrück am 11.08.2009: Franz Alt

12. August 2009: Neue Osnabrücker Zeitung: „Ein Thema für 1000 Jahre“


Franz Alt stellte den Bezug zu aktuellen Diskussionen her: „Die Finanzkrise ist ein Thema für die nächsten zwei Jahre. Die Klimakrise ist ein Thema für 1000 Jahre.“ Der Ansatz des langjährigen Fernsehjournalisten ist auch im Landkreis Osnabrück angekommen. Zum Auftakt der Klimaschutzinitiative hatte der Kreis ins Museum am Schölerberg eingeladen.


Der gesamte Bericht auf Neue OZ-online.



Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.

09. August 2009: Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV): Freiflächen-Boom verschärft Degression bei den Gebäudeanlagen


In einem Beitrag auf der Internetseite des SFV beschäftigt sich der Geschäftsführer des Vereins, Wolf von Fabeck, mit einer unstimmigen Regelung im “Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energie” (EEG 2009). Danach würde ein Freiflächenboom bei Photovoltaikanlagen die Degression der Vergütung für Dachanlagen verschärfen. Der SFV fordert die Abschaffung der Regelung. Im gleichen Artikel wird der Frage nachgegangen, warum so wenig Gebäudeanlagen auf Einfamilienhäusern gebaut werden.



IPPNW

03. Juli 2009: IPPNW-Presseinfo: Wüstenstrom wird nicht zum Jobwunder


Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das Werben für Wüstenstrom aus der Sahara („Desertec“) mit dem Arbeitsplatz-Argument als unseriös. In einer Pressemitteilung wird der IPPNW-Energieexperte Henrik Paulitz zitiert: “Das Geschäftsmodell einer dezentralen erneuerbaren Energiewirtschaft ist für die Bevölkerung weitaus interessanter: Hier können Kommunen, zahlreiche Unternehmen und Millionen Bürger wirtschaftlich profitieren und bei geringeren Gewinnspannen ist der Arbeitsplatzeffekt deutlich höher.”


Ansprechpartner der Osnabrücker Regionalgruppe des IPPNW ist Reinhard Fedeler. E-mail an kontakt@ippnw.de, Betreff: Für Reinhard Fedeler.



Klimaschutzinitiative des BMU

Klimaschutzinitiative des Landkreises Osnabrück


Das Bundesumweltministerium fördert das 18-monatige Projekt “Integriertes Klimaschutzkonzept Osnabrücker Land”.


Unter Federführung des Landkreises sind das Planungsbüro Graw aus Osnabrück und das Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien (deENet) aus Kassel beauftragt, zusammen mit regionalen Partnern das Klimaschutzkonzept zu erarbeiten.



HOME” wieder online!


Eine gute Nachricht! Nachdem er kurzzeitig aus dem www verschwunden war, ist dieser grandiose Film von Yann Arthus-Bertrand nun wieder in voller Länge online zu sehen. Im Internethandel ist der Film als DVD für 18,95 Euro erhältlich. Unbedingt ansehen!!


Zeit-online: Der Film “Home” ist ein Appell: Rettet unsere Erde! Hier die vollständige Filmbesprechnung der Zeit: “Porträt eines geschundenen Planeten” von Sven Stockrahm.